Retrospektive - spezielle Form der Supervision

Die (Scrum) Retrospektive

"Als ausgebildeter  Supervisor und ausübender Scrum Master bin ich vom Nutzen

und den positiven Auswirkungen
(auf das gesamte Team) der Retrospektive 100%ig überzeugt!"

Was ist das?

Die Retrospektive ist ein Meeting, das aus der agilen Softwareentwicklung mit Scrum bekannt wurde, und genau diesen Zweck hat: nach jedem Arbeitszyklus (Sprint), also etwa alle 1-4 Wochen, wird neben dem Ergebnis des Sprints auch besprochen, wie man die Art und Weise, wie es im Team läuft, verbessern kann. Eine Retrospektive kann man natürlich auch machen, wenn man etwas anderes als Software im Team bearbeitet. Sogar wenn man nicht mit agilen Methoden unterwegs ist, ist es hilfreich, wenn man sich regelmäßig im Team nach diesem Schema austauscht, um das Miteinander zu besprechen. Je mehr ungewohnte oder neue Aufgaben – außerhalb der täglichen Routineabläufe – es im Team gibt, desto wichtiger ist es, regelmäßig Retrospektiven durchzuführen.

Wozu braucht man eine Retrospektive?

Vielleicht kennen Sie das auch aus Ihrer Zusammenarbeit in Teams. Manche Dinge laufen richtig gut, manche Dinge aber gehen auch echt daneben. Insbesondere, wenn Druck im Team ist, nimmt man sich selten die Zeit mal inne zu halten und darüber zu sprechen, wie man es besser machen könnte. Eher wird die Stimmung untereinander gereizt oder es werden Schuldzuweisungen getätigt, die aber selten etwas verbessern. Ganz anders läuft es, wenn ein Team es schafft, regelmäßig den Fuß auf den Ball zu stellen um aus der Hubschrauberperspektive miteinander darauf zu schauen, wie man die Zusammenarbeit verbessern kann.
  • Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess der Abläufe und Prozesse wird so etabliert.
  • Unklare Verantwortlichkeiten werden aufgedeckt und geklärt.
  • Missverständnisse können vermieden oder aufgeklärt werden,  entstandener Frust wird schnell wieder abgebaut.
  • Das Teamgefühl wird gestärkt, so macht die Arbeit mehr Spaß und das Team wird produktiver.
Supervision / Retrospektive
Supervision / Retrospektive

Reflektieren wird immer mehr zur Schlüsseleigenschaft für den (beruflichen) Alltag. Führungskräfte mit Mitarbeitern, Coach mit Coachees, Lehrer mit Schülern, Teamleiter in der Teambesprechung und viele andere mehr suchen nach Antworten auf Fragen wie:

Wo stehen wir? Was wollen wir? Wo wollen wir hin? Was sind unsere Stärken? Kennen wir unsere Schwächen? Sind wir immer noch auf dem richtigen Pfad unterwegs? usw.

Sie wollen den Anforderungen eines sich ständig verändernden Alltags gerecht werden? Dann nutzen Sie die Stärken einer REFLEXION / SUPERVISION / RETROSPEKTIVE !!!

Setup einer Retrospektive

Wie Lange dauert eine Retrospektive?

Retrospektiven können je nachdem wie häufig sie gemacht werden, 1-3 Stunden dauern. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu wenig Zeit einplanen, denn es ist sehr unbefriedigend, wenn wichtige Themen nur angerissen und aus Zeitgründen nicht geklärt werden können.

Wer sollte dabei sein?

Es sollten – wenn möglich – alle Teammitglieder anwesend sein. Ratsam ist es, die Regelmäßigkeit der Retrospektive sicher zu stellen, indem die Termine fest eingeplant sind, auch wenn nicht jeder teilnehmen kann.

Was braucht es noch?

Sie brauchen auf jeden Fall jemanden, der das Meeting moderiert. In der Regel moderiert der Scrum Master die Retrospektive. Der Moderator sollte die Retrospektive vorbereiten und sich überlegen, welche Techniken er in welcher Phase einsetzen möchte und wie viel Zeit er für die einzelnen Phasen investieren möchte. Wenn der Scrum Master selbst inhaltlich mitdiskutieren möchte oder potenziell Teil eines Konfliktes ist, sollte der Scrum Master auf externe Personen zurückgreifen.
TIPP: Hier kann ein externer Supervisor - welcher die Methoden des Scrums kennt - sehr hilfreich sein!
>> Wie kann ich helfen? Ich unterstütze Sie gerne - kontaktieren Sie mich!! <<

Retrospektive - 6 Phasen
Retrospektive - 6 Phasen

Rolle des Retrospektiven-Moderators (Scrum Master)

Diese Rolle erfordert ein großes Maß an Hintergrundwissen und jede Menge Erfahrung.

Aus meiner Sicht benötigt ein sehr guter Scrum Master folgende Fähigkeiten. 

  • Er ist ein guter Zuhörer.
  • Er hat ein Gefühl dafür, wann eine Diskussion noch zielführend ist oder wann er sie unterbrechen muss.
  • Er sorgt dafür, dass jeder zu Wort kommt.
  • Er ist in der Lage, Entscheidungen herbeizuführen.
  • Er hat Sinn für Humor.
  • Er schafft eine Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen.
  • Er ist in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen.
  • Er ist in der Lage, konstruktiv mit Konflikten umzugehen.
  • Er verhält sich neutral, ist aber gleichzeitig in der Lage, die Annahmen des Teams infrage zu stellen.

"Selbstverständlich bringe ich diese mit!"